"Bücher zur Teezeit"

Jeden dritten Donnerstag im Monat im Café Naschkatze, Flechtdorfer Str. 1, 16.30 Uhr.

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Hier finden Sie alles rund um den ehrenamtlichen Verein Lesebändchen e.V., welcher als Förderverein eng mit der Stadtbücherei Korbach zusammenarbeitet und bei dem sich alles um das schöne Thema Lesen dreht!

  • Unterstützung der Arbeit der Stadtbücherei
  • Leseförderung in Kindergärten und Schulen
  • Vorlesen und Gespräche in Senioreneinrichtungen
  • Bücher zur Teezeit, jeden 3. Donnerstag, ab 16:30 Uhr, Café Naschkatze, Flechtdorfer Straße 1
  • Betreuung der Büchertelefonzellen Am Berndorfer Tor
  • Lesungen und Vorträge im öffentlichen Raum

Wir halten Sie auf dieser Homepage natürlich auch über aktuelle Termine und Vorlesungen auf dem Laufenden.

Buchvorstellung Mai 2021

Julia Phillips: Das Verschwinden der Erde

von Claudia Engelmann

Autor: Julia Phillips, aus dem amerikanischen Englisch von Pociao und Roberto de Hollanda
Titel:Das Verschwinden der Erde
Erschienen:   Deutsche Erstausgabe - München : dtv, 2021. - 374 Seiten - 22 cm
ISBN:978-3-423-28258-1
Preis:22,00 Euro
Einband:fest gebunden


Die russische Halbinsel Kamtschatka – dieser ferne unbekannte Landstrich, Weltnaturerbe und geheimnisvolles mystisches Fleckchen Erde. Hierhin hat es die amerikanische Autorin Julia Phillips gezogen, die ein Jahr lang dort als Stipendiatin gelebt hat, eine Zeit, in der sie die Menschen dort kennen- und lieben gelernt hat. Entstanden ist daraus ein komplexer, atmosphärisch dichter und vielschichtiger Roman, der facettenreich ins Innere dieser Gesellschaft vordringt. Ein wirklich bemerkenswertes Debüt.

Alles beginnt damit, dass zwei Mädchen, die russischen Schwestern Sofija und Aljona spurlos verschwinden. Was das mit den Menschen in den nächsten Monaten macht, erfährt der Leser nach und nach, denn immer wieder tauchen die beiden Schwestern und das Rätsel um ihr Verschwinden in den Geschichten auf und halten die Bevölkerung in Atem. Es sind Geschichten, fortlaufend nach Monaten gegliedert und wie ein roter Faden gesponnen, die von den Menschen dort berichten.

Da ist Rewmira, die zum zweiten Mal unter tragischen Umständen ihren Mann verliert, genau am gleichen Tag wie ihren ersten Mann. Da sind drei Freundinnen, die mittlerweile unterschiedliche Wege gehen und in einer Silvesternacht spüren, wie eng sie doch zusammengehören, da ist Ksjuscha, die mit ihrem Freund zelten geht und sich irgendwann während des Ausflugs fragt, warum nach der ersten großen Verliebtheit nichts mehr bleibt, da ist Walentina, die trotz Familie allein gelassen vor einer Krebs-OP steht und diesen Weg einsam und stoisch weiter geht. Es sind Geschichten von Frauen, die oft finanziell abhängig sind und doch eigentlich gehen wollen, raus aus dieser oft archaischen, männerdominierten Gesellschaft. So lernen wir eine fremde Welt am Ende der Welt kennen, in der neben den Russen ein Gemisch aus indigenen Völkern wie die Ewenen, Aleuten oder Tschuktschen leben, was natürlich für Konflikte sorgt.

Es endet, wie es beginnt, nämlich mit den verschwundenen Mädchen. Im letzten Kapitel, mittlerweile ist fast ein Jahr vergangen, wird das Rätsel gelöst.

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